Bist du gut mit Nährstoffen versorgt?

Die Orthomolekularmedizin arbeitet vor allem mit Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Fettsäuren, Aminosäuren und sekundären Pflanzenstoffen in unterschiedlichen Dosierungen und Wirkstärken (z.B. niedrigdosiert in der Prävention und hochdosiert in der Behandlung). Sie bietet sich bei Prävention und bei Therapie als sinnvolle Ergänzung an.


Nährstoffbausteine wie Vitamine, Mineralstoffe wie Kupfer, Magnesium, Zink, Selen, etc., sind wirksame Werkzeuge für die Gesundheit und haben messbare Einflüsse auf Gesundheit, Krankheit und Altersverlauf. Ebenso stellen Gefäßerkrankungen in den Industrienationen ein immer größer werdendes Problem dar, neben allen anderen „Zivilisationskrankheiten“ wie Bluthochdruck, Diabetes oder Rückenschmerzen.


Die Orthomolekularmedizin verfügt hier zusätzlich über gezielte therapeutische Ansätze. Gesunde Ernährung mit reichlich Vitaminen und Mineralstoffen sollte eigentlich ausreichend sein. Aber viele Menschen ernähren sich nicht mehr gesund, essen zu viel Fastfood oder vorgefertigte Nahrungsmittel, die keinerlei Nährwerte mehr haben und bewegen sich zu wenig.


Beispiel: viele Menschen leiden unter Magnesiummangel und zeigen deutlich erhöhte Plasmaadrenalinwerte, myokardiale Kalziumüberladungen und teilweise Nekrosen. Häufig leiden Menschen dann unter (nächtlichen) schmerzhaften Muskel – und Wadenkrämpfen. Muskeln werden über die Nerven angesteuert. Bei einem Krampf ist die natürliche Reizübertragung gestört. Die Nerven geben unkontrolliert und mit zehnfach erhöhter Stärke Impulse an den Muskel, was höllisch weh tut. Die Folge: Der Muskel verkrampft unter einer massiven Verhärtung. Besonders häufig sind ältere Menschen betroffen, die zu wenig Flüssigkeit zu sich nehmen oder aber Sportler, die aufgrund des erhöhten Energiebedarfs maßgeblich auf den Mineralstoff angewiesen sind.


Muskelkrämpfe können aber auch verursacht werden, durch:

· Infektionen

· Niedrige Außentemperaturen

· Krampfadern

· Zu enge Strümpfe oder Schuhe

· Stress

· Übertriebenen Alkoholkonsum

· Neurologische Störungen

Magnesiummangel kann man wunderbar ausgleichen mit entsprechenden orthomolekularen Produkten aus der Apotheke, die es in einer Vielzahl an Stärken gibt. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten, welche Form und Stärke für Sie geeignet ist.


Vitamin C

Eine Studie an 10.000 Amerikanern durchgeführt, demonstrierte, dass eine Vitamin-C-reiche Ernährung die Mortalitätsrate für Koronarerkrankungen deutlich reduzierte. Eine Ernährung mit zu wenig frischem Obst und Gemüse kann diesen Mangel verursachen. Die Menschen fühlen sich müde, schwach und sind reizbar. Ein schwerer Mangel, verursacht blaue Flecken, Zahn- und Zahnfleischprobleme, Haar- und Hauttrockenheit sowie eine Anämie.


Vitamin C (Ascorbinsäure) ist unerlässlich für den Aufbau, das Wachstum und die Wiederherstellung von Knochen, Haut und Bindegewebe. Bindegewebe, hält andere Gewebe und Organe zusammen und umfasst Sehnen, Bänder und Blutgefäße. Das Vitamin ist auch unerlässlich für die normale Funktion der Blutgefäße. Vitamin C trägt zum Erhalt gesunder Zähne und gesunden Zahnfleischs bei.


Gute Vitamin-Quellen sind z.B. Paprika, schwarze Johannisbeeren und Blaubeeren, Sanddorn, Petersilie, Grünkohl, Brokkoli, Fenchel, Zitrusfrüchte oder Gartenkresse. Ein gesteigerter Verzehr von frischem Obst und Gemüse oder die Einnahme von Vitamin-C-Ergänzungspräparaten beseitigt normalerweise den Mangel. Den jüngsten Empfehlungen zufolge reicht eine tägliche Vitamin-C-Zufuhr von 100 bis 200 mg aus, um den Organismus optimal zu versorgen. Linus Pauling sah Vitamin C als Allheilmittel, nahm täglich 1000 mg ein und starb erst mit 93 Jahren.


"Orthomolekulare Medizin ist die Erhaltung guter Gesundheit und die Behandlung von Krankheiten durch Veränderung der Konzentrationen von Substanzen im menschlichen Körper, die normalerweise im Körper vorhanden und für die Gesundheit erforderlich sind."

(Linus Pauling, Nobelpreisträger)


Vitamin E

Die Dosierung richtet sich nach der Schwere der Symptome, der Ursache des Mangels und den individuellen Risikofaktoren. Die Einnahme von Vitamin E auf längere Zeit hinweg, reduziert das kardiovaskuläre Risiko deutlich. (Studie an 130.000 bei der Harvard School of Public Health) Vitamin E besitzt antioxidative Wirkung. Es entschärft "freie Radikale". Das sind aggressive Sauerstoffverbindungen, die im Zuge normaler Stoffwechselreaktionen im Körper, aber auch durch UV-Strahlung und Zigarettenrauch entstehen, und Zellen schädigen können. Damit ist Vitamin E ein wichtiges Zellschutzvitamin. Vitamin E zählt wie die Vitamine A, D und K zu den fettlöslichen Vitaminen. So isst man Karotten immer mit etwas Öl, ebenso Kürbis. Diese können nur im Rahmen des Fettstoffwechsels verwertet werden, das heißt: Der Körper kann fettlösliche Vitamine aus der Nahrung nur zusammen mit etwas Fett aufnehmen. Daneben kann Vitamin E Entzündungsreaktionen abschwächen und einer Verkalkung der Arterien (Arteriosklerose) vorbeugen.


Des Weiteren schützt Vitamin E das Gedächtnis und beeinflusst – in richtiger Kombination seiner Formen – das Erinnerungsvermögen. Vitamin E-Mangel äußert sich z.B. in

  • Abwehrschwäche

  • Durchblutungsstörungn - (in Armen und Beinen, später in Herz und Gehirn)

  • unwillkürliches Zittern (Tremor)

  • beeinträchtigte Reflexe

  • Muskelschwäche

  • reduzierte Empfindsamkeit

  • geistige Verlangsamung (Retardierung)

  • Erkrankung der Netzhaut (Retinopathie)

Vitamin E kann vor zu hohem LDLCholesterin, Krebs, Diabetes und Alzheimer schützen. Die Dosierung richtet sich nach der Schwere der Symptome, der Ursache des Mangels und den individuellen Risikofaktoren. Fragen Sie Ihren Arzt, wieviel Vitamin E für Sie geeignet ist.


Selen


Selen ist lebensnotwendig, wird aber oft vergessen.

Unser Körper kann Selen nicht selbst bilden, doch er braucht das Spurenelement täglich und in ausreichender Menge. Fehlt es, kann das Folgen haben.

Besonders auf Deine Selenzufuhr achten sollte man bei

  • hoher Belastung (körperlich/beruflich)

  • Stress

  • Verzicht auf tierische Nahrungsmittel (Veganer, Vegetarier)

  • einseitiger Ernährung (Senioren, Diäten)

  • Krankheiten sowie in Schwangerschaft und Stillzeit.

Zu den wichtigsten Selenfunktionen gehört es, das Immunsystem zu schützen und die Körperzellen im Schutz vor oxidativem Stress zu unterstützen. Als Teil des antioxidativen Schutzsystems trägt Selen auch zur Erhaltung normaler Haare und Nägel und zur normalen Bildung von Spermienzellen bei.


Selen fehlt oft bei Vegetariern und Veganern, da es ausreichend u.a. in Fleisch, Fisch, Käse und Eiern sowie Pilzen, Kohl- und Zwiebelgemüse, Linsen, Spargel und Nüssen, insbesondere Paranüsse vorhanden ist. Deshalb ist hier zusätzliches Selen empfohlen.


Wie alle naturheilkundlichen Therapieverfahren stützt sich auch die Orthomolekulare Medizin auf natürliche Regulationsmechanismen und biochemische Zusammenhänge unseres Körpers: Sie versucht Krankheiten zu verhüten, zu bessern oder zu heilen, indem sie die molekularen Konzentrationen der Stoffe, die normalerweise im Körper vorhanden sind, verändert. Es kommt zu einer Aktivierung und Reaktivierung des Zellorganismus, Stabilisierung des physiologischen Gleichgewichts, frühzeitiger Korrektur im Energie- und Stoffwechselhaushalt, Optimierung der Reparaturmechanismen... um nur die wichtigsten Vorgänge zu nennen. Hier greifen Prävention und Therapie nahtlos ineinander. Lassen Sie von Ihrem Arzt einen Test Ihrer Nährstoffe (Vollblutanalyse,) machen, danach können Sie mit ihm die entsprechende Orthomolekulare Therapie festlegen.




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