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Die Ruhe vor dem Sturm – quiet quitting (die innere Kündigung) und ihre Folgen 

Wie kann Healthy Leadership aussehen? 

„Quiet Quitting“ („die innere Kündigung“) lautet das neue Schlagwort für unzufriedene Mitarbeitende, die nicht (mehr) bereit sind, alles für den Job oder das Unternehmen/Organisation aufzugeben. Besonders junge Menschen, bestehen darauf nur noch das zu tun, was wirklich notwendig ist, um ein Gehalt zu bekommen, um davon leben zu können. Nach Arbeitsrecht eigentlich eine Selbstverständlichkeit: Nicht mehr zu tun als das, wofür sie auch bezahlt werden. Aber immer mehr Arbeitnehmer/innen erleben, dass nicht 100 % verlangt werden, sondern viel zu oft 150 %. Das es nur noch den Job gibt, nur noch trouble-shooting und für Persönliches keine Zeit mehr bleibt. Der Trend kommt aus den USA, hat sich aber sehr schnell auch in Europa verbreitet. Mit fatalen Folgen. 

Immer mehr junge, talentierte Mitarbeitende steigen aus, machen sich selbständig oder arbeiten als Gig-worker, Freelancer oder Digitalnatives. In den US-Medien wird darüber debattiert, wo die Grenze zwischen Faulheit und Ausbeutung liegt. Aber auch deutsche Unternehmen und auch Organisationen trifft es. Motto der meist jungen Menschen: Arbeit ist nicht dein Leben, dein Wert als Mensch definiert sich nicht über deine Produktivität. 

Als mir neulich ein Geschäftsführer eines IT-Unternehmens auf die Frage hin, was er denn von seinen Mitarbeitenden erwarte, sagte: mehr Produktivität, wusste ich, dass das so nicht mehr funktioniert. 

Gerade junge Menschen sind durch ihren Alltag im Job unglücklich, gestresst, überfordert und überlastet. Sie mögen ihre Arbeit eigentlich, denken noch nicht daran, ihre Stelle zu kündigen, wollen aber die Anforderungen, die an sie gestellt werden, oft nicht mehr akzeptieren. Dazu gehören zum Beispiel regelmäßige Überstunden, Anrufe und E-Mails nach Feierabend, unregelmäßige Arbeitszeiten oder Sonder-Aufgaben, die eigentlich gar nicht in ihrem Vertrag stehen – und für die sie auch nicht bezahlt werden. 

Fast ein Viertel - knapp 21 Prozent - der US-Arbeitskräfte würde sich bereits als 'quiet quitter' bezeichnen. Das geht aus einer Online-Umfrage unter 1000 Arbeitnehmern hervor, berichtet CNBC. 45 Millionen Arbeitnehmer haben 2021 ihren Job gekündigt. Und auch in Deutschland gaben in einer Studie von Xing 37 Prozent der Befragten an, einem Stellenwechsel offen gegenüberzustehen oder diesen Schritt bereits eingeleitet zu haben, 

Besonders junge Menschen haben erkannt, dass das Arbeitsleben, das über den Leistungsanspruch hinausgeht, krank macht, physisch, emotional und mental. Und auch die Seele leidet. Und das wollen sie nicht. Recht haben sie. Es muss neben der Arbeit auch noch genug Zeit geben, in denen sich Menschen um ihre persönlichen Interessen, ihre Familien oder um ihre Selbstfürsorge kümmern müssen. Da muss sich das Management und das Betriebliche Gesundheitswesen etwas einfallen lassen, was diese Mitarbeiter wieder einfängt. Denn auch wir in Deutschland verspüren in allen Bereichen eine Arbeiterlosigkeit, ein Job-Verdruss, der beispiellos ist. 

Vor allem junge Menschen fordern klare Grenzen statt Arbeiten bis ins Burn-out. Auch hierzulande ist der Wunsch nach einer Arbeitszeitverkürzung quer durch alle Branchen und Berufe groß. Die Gründe sind psychischer Stress, Überforderung, Überstunden und überlange Arbeitszeiten sowie mangelnde Unterstützung durch die Führungskräfte. 

Das mag zu denken geben! Healthy Leadership geht zuerst von der Führungsebene aus. Wenn Führungskräfte es verstanden hat, die Mitarbeitenden menschenwürdig zu behandeln, mehr empathischer Coach und Moderator sind und Wegbegleiter, dann werden wir zu einer gesunden Führungskultur kommen. 

Auch das McKinsey Health Institute hat in seinem Report 2023 auf die Wichtigkeit der ganzheitlichen Gesundheit hingewiesen. Führungskräfte müssen erst ganzheitlich geschult werden, wissen, was man wirklich unter Persönlichkeitsentwicklung versteht, damit sie Ihre Kompetenz an die Mitarbeitenden weitergeben können. Ganzheitliche Führungskräfteschulung, als Ergänzung zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement, im Sinne von Healthy Leadership heißt, sich selbst zuerst verstehen, die eigenen Bedürfnisse zu kennen, Emotionen zu beruhigen, den Verstand zu schärfen, Werte und sein Bewusstsein so zu kennen, dass die Führungskraft den Mitarbeitenden ein Visionär. Coach und Unterstützer ist, ihn oder sie annimmt, wie er oder sie ist. Erst dann laufen Menschen zu Höchstformen auf. Wir kennen das alle aus der Liebe…. 


Lifenergy.Healthcare bietet als einziges Unternehmen eine ganzheitliche Gesundheitsfürsorge für Führungskräfte an. Das können wir, weil wir es seit 25 Jahren entwickeln und mit den Anforderungen der heutigen Zeit immer wieder abgleichen. 





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