Gehen, das Wundermittel für Körper, Psyche, Verstand und Geist.

"Zügiges Gehen ist die Formel für gutes Leben. Bequemlichkeit gefährdet die Gesundheit. Gehen, vor allem in der Natur ist eine Tür zu sich selbst zu öffnen." sagt Prof. Ingo Froböse von der Sport HS Köln: 85 %der Menschen treiben kein Sport, aber gehen können sie alle. Deshalb ist Gehen ein Multitalent.


Gehen ist eine Kunst, gute Basis für ein gesundheitsorientiertes Traing. Sauerstoffumsatz muss aber stattfinden, schlendern gilt nicht. Gehen stimuliert das Immunsystem, jede Zelle bekommt mehr Sauerstoff, Bänder und Sehnen werden trainiert und das Herz auch. Gehen wirkt wie eine Frischluftkur für die Zellen.


Aus trainingswissenschaftlicher Sicht haben wir beim Gehen ein Intervalltraining. Wir gehen langsam los, dann kommen wir in moderate und intensive Aktivität, danach wieder leichte Intensität, bis wir zum Schluß langsam wieder auslaufen. Besonders gut zu beobachten ist es beim Wandern in der Natur. Das schult unser Herz-Kreislaufsystem sehr gut und transportiert mehr Blut durch unseren Körper zu den Organen. Gehen ist ein vollautomatischer Kreislauf von Belastung. Abstossen, Entlastung und Aufkommen. Von den 650 Muskeln des menschlichen Körpers, sind beim Gehen die meisten aktiv. Von der Fußsohle, über das Gesäß bis zum Nacken trainiert das Gehen jeden Muskel. Der aufrechte Gang ist eine Symphonie, dessen Klaviatur nur der Mensch beherrscht. Darüber sollte man nachdenken.


Das Gehen ist die natürlichste Bewegung des Menschen. Aber in der heutigen Zeit sitzen wir alle viel zu viel. Wenn wir uns nicht bewegen, erschafft der Körper, wir bauen Fett auf und fühlen uns nicht gut. Wir werden krank. Deshalb sagen Wissenschaftler heute: Sitzen ist das neue Rauchen!


Wie viel soll der Mensch am Tag gehen??

Die WHO empfiehlt 10.000 Schritte täglich, der moderne Durchschnittsmwnsch bringt es nicht einmal auf die Hälfte. Ab 60 reichen auch 6000 - 8000 Schritte. Gehen gehört zum Bauplan des Lebens, es hält den ganzen Körper in Schuss. Studien legen nahe, dass Präventives Gehen vor Krankheiten schützt. ZB bei Diabetes. Nach einer Mahlzeit steigt der Blutzucker. Der muss abgebaut werden. Das erreicht man sehr gut mit einem flotten Spaziergang nach dem Essen.


Wo liegt der Motor des Gehen beim Menschen?


Zum Gehen sendet das Gehirn über Neurotransmitter nur einen Impuls. Skelett und Muskeln organisiert das Nervensystem im Rückenmark völlig selbständig. Dort kommunizieren Neuronen miteinander. Es braucht also nicht viel um loszugehen. Der Kraftstoff wird vom Gehirn an das Rückenmark übertragen und umgekehrt. Wenn ich aufhöre zu gehen, sendet das Gehirn ein Signal an das Rückenmark und es stoppt. Ähnlich wie bei einem Auto. Das Gehirn gibt nur das Signal.


Schöner Sideffekt beim Gehen: man kann beim Gehen besonders gut denken. Nietzsche, Schopenhauer oder Goethe schwörten auf den täglichen Spaziergang und hatten dabei zahlreiche Geistesblitze. Gehen schärft den Verstand und das Bewusstsein. Das wissen alle Genies.


Auch für Meetings und im Geschaftsalltag ist das nicht zu unterschätzen. Permanent strömen Sinneseindrucke auf uns ein. Beim Joggen und beim Fahrradfahren z. B. Ist das Gehirn permanent damit beschäftigt, diese Eindrücke zu verarbeiten, um vor Gefahren zu warnen. Beim Spazierengehen passiert das nicht. Das Gehen hilft, die Wahrnehmung für unsere Welt zu schärfen.


Zahlreiche Studien belegen, dass sich Bewegung auf die Leistung des Gehirns positiv auswirkt. Aufmerksamkeit, Wahrnehmung und Konzentrationsfahigkeit profitieren vom Gehen. Wenn wir uns bewegen, hilft das unserem Gehirn auf die Sprünge.

These: Bewegung stimuliert den Hippocampus neue Gehirnzellen zubilden. Wir können uns somit ein Reservetank an Plastizität, Formbarkeit, an Adaptationsfähigkeit füllen, wenn wir ein aktives Leben führen. Und dann sind wir auch im Alter geschützt, wenn die Denegaration einsetzt. Je weniger im Reservetank, umso größer ist der Sinnesverlust.


Das Gehirn konzentriert sich beim Gehen nicht auf den motorischen Ablauf, sondern auf die Hindernisse in der Umgebung. Deshalb ist es schade, wenn man beim Gehen auch noch auf das Handy schaut und daddelt. Multitasking funktioniert nur, wenn man das aktiv trainiert. Aber es ist schade, wenn man z. B. die Natur mit ihren tausenden Grüntönen nicht mehr wahrnimmt, die Vögel nicht mehr hört und die Sonnenstrahlen nicht mehr wahrnimmt. Bewusstes Gehen pustet Stress weg und wenn man dabei noch richtig atmet, vor allem in den Bauch hinein, (auf 4 Schritte einatmen und auf 4 Schritte ausatmen) dann ist es eine kleine Tageskur.


Gehen kann auch Krankheiten halten, dass sagte auch Prof. Schoenberg bei seinem Vortrag Gehen und Krebs, den er für Lifenergy.Healthcare gehalten hat. "Gegen Krebs ist zwar bisher kein Kraut gewachsen, wir wissen jedoch aus verschiedensten Studien, dass Bewegung Krebs vorbeugt und die richtige Bewegung unterstützend wirkt beim Heilungsverlauf von Krebserkrankungen."


Bewegung bringt auch die Psyche wieder in Gang. Festgefahrene Situationen können durch das Gehen systematisch ins Laufen gebracht werden. Das Gehen hilft Angstzustände zu reduzieren, geistige Schleifen zu senken, Ruhe und Schlaf zu fördern und Muskelentspannung wieder zu erlangen und allgemeines Wohlbefinden zu erhöhen. In vielen Studien wird auch auf die Verbesserung bei depressiven Verstimmungen hingewiesen.


Beim Gehen atmet man, und das bewirkt etwas in uns. Und auch unser Hormon System wird angefeuert. Wir schütten Endorphine aus und diese Neurotransmitter bringen uns wieder in das seelische und körperliche Gleichgewicht. Gehen heisst eine Tür zur Welt zu öffnen. Es stellt eine Verbindung zu uns und zur Natur her. Gehen macht uns lebendig, macht fit und glücklich.


Ursula Becker-Peloso

Lifenergy-Healthcare


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