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Neue Therapie gegen schwere Depression

Depressionen sind Stimmungsstörungen, die durch ein anhaltendes Gefühl von Traurigkeit, oder Leere, Interessen-verlust, Müdigkeit, Ängste und Konzentrationsschwierigkeiten gekennzeichnet sind.


Die COVID-19-Pandemie, soziale Einschränkungen und ein wachsendes Gefühl der Unsicherheit haben dazu geführt, dass die Häufigkeit von Depressionen und Angstzuständen weltweit um 27 Prozent gestiegen ist. Es wird geschätzt, dass weniger als 50 Prozent der Menschen mit schweren Depressionen auf pharmakologische Behandlungen oder Psychotherapie an-sprechen.


Es gibt eine neue Studie des Klinikums Leipzig, in die 7 Universitäten eingebunden sind, zu einer vielversprechenden Behandlung mit TMS, der transkraniellen Magnettherapie. Bei der TMS werden mittels einer an den Kopf gehaltenen Magnetspule darunter liegende Hirngebiete stimuliert, was den Energiestoffwechsel der Nervenzellen anregt und eine antidepressive Wirkung erzielt. Die TMS ermöglicht auf diese Weise eine schmerzfreie, sanfte und schonende Behandlung der Depression. Eine Standard-therapie wird in etwa in zwei Jahren erwartet. (Quelle: Prof. Christian Plewina, Direktor Labor und Senior Psychiater, Universität Tübingen)


Die Kombination von Psychotherapie und nicht-invasiver Neuromodulation kann die Behandlung von Depressionen und anderen neuropsychiatrischen Erkrankungen verbessern und sogar langfristig zu positiven Ergebnissen führen. Dies wird in dem kürzlich erschienenen Artikel "Boosting psychological change: Combining non-invasive brain stimulation with psychotherapy", deutlich. Der Artikel berichtet über die aktuellen Erkenntnisse zur Wirksamkeit kombinierter Therapien aus Psychotherapie und Hirnstimulation für eine individuellere und wirksamere Behandlung.


Die neuromodulativen Therapien können schnelle und dauerhafte Vorteile bringen, weil sie direkt auf die gestörten neuronalen Schaltkreise einwirken, die einigen Störungen, wie etwa Depressionen, zugrunde liegen. Darüber hinaus kann die Hirnstimulation leicht mit einer Psychotherapie kombiniert werden, um deren Nutzen zu erhöhen.

Ein auf die Bedürfnisse des Einzelnen zugeschnittener Therapieplan, in dem Psychotherapie und Neuromodulationsbehandlungen kombiniert werden, könnte daher in Zukunft die erste Wahl bei der Behandlung von Depressionen und anderen neuropsychiatrischen Störungen sein.


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Quellen des originalen Beitrags:


Bild: Medbo

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